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Börsenstrom 6. November 2026: Ø 27,6 ct/kWh (min 22,0, max 36,9)Stundenpreise ansehen →

Ratgeber

Stromtarif fürs E-Auto: Autostrom oder dynamisch laden?

Autostrom-Tarif, dynamischer Tarif oder § 14a-Rabatt für die Wallbox: was Laden zu Hause kostet, nachgerechnet mit zwölf Monaten Börsenpreisen.

Lohnt sich ein dynamischer Tarif für Sie?Drei Angaben, alle Tarife nach Jahreskosten sortiert, mit echten Börsenpreisen.Zum Rechner →
Moderne Küche am Abend, durchs Fenster ein Elektroauto am Ladekabel einer Wallbox
Symbolbild (KI-generiert)

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Der günstigste Stromtarif fürs E-Auto ist in den meisten Fällen ein dynamischer Tarif mit automatischer Ladesteuerung. Mit den Börsenpreisen von November 2025 bis Oktober 2026 kosteten 2.000 kWh Ladestrom in den vier günstigsten Stunden jedes Tages 117,32 € an reiner Energie, abends zwischen 18 und 22 Uhr 372,09 €. Kein anderer Haushaltsverbrauch lässt sich so leicht verschieben wie das Laden über Nacht oder am Wochenende.

Was kostet es, das E-Auto zu Hause zu laden?

Rechnen Sie Ihren Ladestrom in Kilowattstunden mal Ihren Arbeitspreis. Mit einem festen Tarif zum Durchschnittspreis, den der BDEW für Haushalte 2026 nennt, 37,3 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Oktober 2026), kosten 2.000 kWh im Jahr 746 €. Mit einem festen Preis spielt die Uhrzeit keine Rolle.

Im dynamischen Tarif zahlen Sie für die Energie den Börsenpreis der jeweiligen Stunde, dazu Netzentgelte, Stromsteuer, Abgaben, den Aufschlag und die Gebühr des Anbieters. Netzentgelte und Abgaben sind in beiden Tarifarten gleich. Der Unterschied liegt beim Energiepreis, und der hängt an der Ladezeit.

Einen Haken hat die Rechnung. Die günstigsten Stunden lagen im Sommer fast immer mittags: Von Mai bis August 2026 begann das günstigste Vier-Stunden-Fenster an allen 123 Tagen zwischen 9 und 14 Uhr. Im Winter war es umgekehrt, von November 2025 bis Februar 2026 lag es an 96 von 120 Tagen in der Nacht. Steht Ihr Auto mittags beim Arbeitgeber, laden Sie im Sommer eher nachts und sparen weniger. Für Haushalte mit Homeoffice oder einem Zweitwagen, der tagsüber zu Hause steht, ist der volle Wert erreichbar.

Was ist ein Autostrom-Tarif?

Unter „Autostrom" oder „Ladestrom" vermarkten Versorger zwei verschiedene Dinge. Manche meinen einen normalen Haushaltstarif, den sie gezielt E-Auto-Fahrern anbieten. Andere meinen einen Tarif für einen separaten Zähler, an dem nur die Wallbox hängt. Für den zweiten Fall brauchen Sie einen eigenen Zählerplatz, der Netzbetreiber setzt den Zähler.

Ein Tarif heißt nicht deshalb günstig, weil „Auto" im Namen steht. Vergleichen Sie Arbeitspreis, Grundpreis und Laufzeit wie bei jedem anderen Tarif. Ein separater Zähler lohnt sich vor allem, wenn Sie dafür Modul 2 nach § 14a EnWG mit reduziertem Netzentgelt bekommen.

Lohnt sich ein dynamischer Tarif mit E-Auto?

Ja, wenn das Laden automatisch passiert. Schon in den 30 Tagen vom 8. Oktober bis 6. November 2026 hätten 164,4 kWh Ladestrom, das entspricht 2.000 kWh im Jahr, abends 45,18 € brutto gekostet und in den vier günstigsten Stunden 26,08 €. Das sind 19,10 € im Monat.

Die Anbietergebühr ist dagegen klein. Tibber verlangt 5,99 € im Monat, Rabot 4,99 € (Stand: 06.11.2026). Bei einem E-Auto mit Ladeplanung holt das Verschieben diese Gebühr nach den Zahlen oben mehrfach herein. Im Ratgeber Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif? steht die Schwelle für Haushalte ohne E-Auto, und die liegt deutlich höher.

Was Sie für das Verschieben brauchen:

  • Smart Meter, weil ohne Viertelstundenwerte nach Standardprofil abgerechnet wird. Mit Wallbox über 4,2 kW ist es ohnehin Pflicht, siehe Smart Meter.
  • Eine Steuerung, die den Ladestart nach dem Börsenpreis setzt: die Wallbox selbst, das Auto oder die App des Anbieters. Rabot nennt in der App das Laden von E-Autos in günstigen Stunden, Octopus bietet mit Intelligent Octopus einen App-Ladeplan.

Von Hand jeden Abend den Ladestart zu stellen, klappt eine Woche. Danach lädt das Auto wieder, wann es angesteckt wird. Planen Sie die Automatik deshalb mit ein.

Bringt § 14a EnWG etwas für die Wallbox?

Ja. Eine private Wallbox mit mehr als 4,2 kW, die seit 2024 angeschlossen wurde, ist eine steuerbare Verbrauchseinrichtung. Der Netzbetreiber darf sie bei Netzengpässen auf 4,2 kW drosseln, dafür zahlen Sie weniger Netzentgelt. Für ein E-Auto mit rund 2.500 kWh im Jahr nennt die Bundesnetzagentur eine Reduzierung des zusätzlichen Netzentgelts um 50 bis 95 % mit dem pauschalen Modul 1.

Modul 2 mit reduziertem Arbeitspreis lohnt sich bei einer Wallbox seltener, weil es einen eigenen Zähler voraussetzt. Bei geringer Fahrleistung bleibt der Ladestrom außerdem leicht unter der Schwelle, ab der Modul 2 das pauschale Modul 1 überholt. Die Rechnung steht unter § 14a EnWG.

Welcher Stromtarif ist der beste fürs E-Auto?

Das hängt an zwei Fragen: Lädt Ihr Auto automatisch in günstigen Stunden, und wie viel laden Sie zu Hause?

  • Mit Ladesteuerung und viel Ladestrom: dynamischer Tarif mit niedrigem Aufschlag pro kWh. Je mehr Sie laden, desto weniger zählt die Monatsgebühr. EnBW gibt den Börsenpreis laut Tarifseite ohne Aufschlag weiter, Tibber berechnet 2,15 ct/kWh (Stand: 06.11.2026).
  • Ohne Steuerung oder mit wenig Ladestrom: ein günstiger Festpreistarif, kombiniert mit Modul 1. Dann zahlen Sie auch abends nicht mehr.

Alle dynamischen Tarife mit Gebühr, Aufschlag und Kündigungsfrist stehen im Tarifvergleich. Wann heute und morgen die günstigen Stunden liegen, zeigt der Geräte-Planer mit der Voreinstellung für E-Autos mit 11 kW.