Einer der wenigen dynamischen Tarife mit vollständig veröffentlichtem Grundpreis inklusive Steuern und Abgaben. Dafür gibt es keine App, und Neukunden müssen den Umweg über den klassischen EWS-Ökostromtarif gehen.
Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) geben bei diesem Tarif den dynamischen Börsenpreis weiter. Dazu kommen ein monatlicher Grundpreis und ein fester Arbeitspreis, in dem Steuern, Abgaben und sonstige Kosten stecken. Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem.
Eine eigene App hat EWS nicht. Die Preise stehen auf einer Webseite, und Sie können Preisalarme per E-Mail einrichten. Die Preise der nächsten 24 Stunden erscheinen am Vortag zwischen 15 und 17 Uhr. Neukunden wechseln zuerst in den klassischen EWS-Ökostromtarif und steigen danach in den dynamischen Tarif um.
EWS nennt einen Grundpreis von 13,90 € im Monat, brutto inklusive Steuern und Abgaben (Stand: 06.11.2026). Dazu kommt ein fester Arbeitspreis von 20,10 ct/kWh, darin 0,5 ct „Sonnencent“, plus der dynamische Börsenpreis. Ob EWS auf den Börsenpreis selbst noch etwas aufschlägt, sagt die Tarifseite nicht.
Es gibt keine Vertragsbindung und keine Anfangslaufzeit. Sie kündigen mit einem Monat Frist zum Monatsende in Textform.
Die 13,90 € lassen sich nicht direkt neben die Gebühren von tado° (4,58 €), Rabot (4,99 €) oder Tibber (5,99 €) stellen. Dort kommen Netz- und Messentgelte noch hinzu, bei EWS ist mehr im Grundpreis enthalten. Ein ähnlicher Aufbau findet sich bei EnBW, das für die Postleitzahl 73760 einen Grundpreis von 17,63 € und einen festen Arbeitspreis von 19,16 ct/kWh nannte, allerdings mit Stand 01.08.2024 und nur für dieses Netzgebiet.
Stärke: Sie sehen ohne Postleitzahl-Abfrage, was fest anfällt. Das schaffen sonst wenige; Ostrom, Octopus, E.ON und LichtBlick zeigen ihre Preise erst im Rechner. Negative Beschaffungskosten verrechnet EWS mit dem festen Arbeitspreis. Wann Ihr Endpreis tatsächlich unter null fällt, rechnet die Seite Negative Strompreise vor: Die Börse muss dafür tiefer als –20,10 ct liegen.
Schwächen: Ohne eigene App bietet EWS keine Steuerung an. Wer E-Auto oder Wärmepumpe in die günstigen Stunden legen will, braucht dafür eigene Technik, und genau diese Verschiebung bringt bei dynamischen Tarifen das meiste Geld. Dazu kommt der Umweg über den klassischen Tarif.
So beschreibt EWS den Ablauf für Neukunden. Einen Grund nennt die Tarifseite nicht, ebenso wenig, wie lange der Zwischenschritt dauert. In dieser Zeit zahlen Sie den klassischen Ökostrompreis.
Ja, „Ökostrom Vario“ mit monatlich angepasstem Arbeitspreis. Die günstigen Stunden eines Tages nutzen Sie damit aber nicht. Mehr zum Zähler im Ratgeber Smart Meter.
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Der fixe Grundpreis besteht aus der tado°-Grundgebühr von 4,58 € zuzüglich Netzentgelten und Messgebühr.
Der Arbeitspreis ist der aktuelle Börsenstrompreis (EPEX Spot DE) zuzüglich weiterer Beschaffungskosten, Steuern, Abgaben und Netzentgelte; die Beschaffungskosten sind nicht beziffert.
Der Grundpreis enthält eine fixe Servicegebühr von 4,99 € pro Monat plus Netz- und Messstellengebühr; ob die 4,99 € brutto oder netto sind, steht in der FAQ nicht.
Statt eines festen Aufschlags berechnet Rabot je nach Tarif 20 % Ersparnisanteil (Abschluss über die Website) oder 1,5 ct netto je kWh (Abschluss über CHECK24).
Es gibt keine Mindestlaufzeit; der Vertrag ist mit einer Frist von einem Monat kündbar.
Die monatliche Tibber-Gebühr beträgt 5,99 € inkl. MwSt. (Verträge vor Juni 2023: 3,99 €).
Feste Netz- und Messstellengebühren des Netz- und Messstellenbetreibers gibt Tibber laut eigener Angabe ohne Aufschlag weiter; sie kommen zur Tibber-Gebühr hinzu.
Als weitere Beschaffungskosten berechnet Tibber zusätzlich 2,15 Cent pro kWh (§4 Abs. 6 AGB); der Support-Artikel sagt nicht, ob der Wert brutto oder netto ist.